Feierliche Großorgel

Feierliche Großorgel

Noch heute, nach über dreißig Jahren, spüre ich die jugendliche Begeisterung bei der Ausarbeitung dieses wenig bescheidenen Prospektentwurfes, der sogar einen noch opulenteren, aber dann nicht vollendeten Nachfolger hatte. Und wieder ging die Detailfreude so weit, dass die größeren Prospektpfeifen auf dieser A4-Zeichnung aus dem Jahr 1984 sogar Seitenbärte besitzen! Ausgewogenheit war damals das große Thema, welches die Einzelformen immer zu überlagern hatte. Und realisierbar wäre ja auch dieser Entwurf für eine fiktive, vielleicht neuromanische Emporensituation im Grunde genommen durchaus gewesen. Im Prinzip möchte ich das auch für die Disposition sagen, die ganz den Gepflogenheiten der 80er Jahre entspricht: Viel Orgelbewegung lebt noch, hier bis zur Sept-Non, und zugleich gibt es schon allerlei Streicher, Schwebungen und überblasende Stimmen, wenngleich die wirkliche Einsicht in den symphonischen Stil noch lückenhaft ist. Darf ich wohl wieder den geneigten Leser um Milde und (vielleicht schmunzelnde) Nachsicht gegenüber dem 17järigen bitten, wie sie vielleicht auch heute bei manch verbissen geführter Orgeldiskussion zu wünschen wäre?

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Disposition zur feierlichen Großorgel

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